84 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen Dienst nach Vorschrift oder haben durch die innere Kündigung bereits mit den Zielen des Arbeitgebers abgeschlossen. Das besagt eine Studie des Beratungsunternehmens Gallup. Trotzdem bleibt weiter festzuhalten, dass sich die Stimmung aber insgesamt verbessert hat. Genauer gesagt:

  • mit 16 % sind nur wenige aller Arbeitnehmer bereit, sich freiwillig für die Ziele ihrer Firma einzusetzen
  • 68 % der Deutschen machen nur „Dienst nach Vorschrift“
  • und der Anteil der Arbeitnehmer, die „innerlich gekündigt“ haben, liegt bei 16 %

Die Schäden durch schlechte Personalführung gehen in die Milliarden. Lieber Leser, Sie dürfen anhand der eigenen Führungsspanne den bei Ihnen ausmachenden Verlust berechnen.

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 Zitat:

„Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels scheint sich in vielen Unternehmen die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass die Qualität der Führung und die Unternehmenskultur entscheidend sind, um die Mitarbeiter zu binden.“

Doch sind die Zahlen der Umfrage weiterhin alarmierend. Nach Gallup, ist dieser Wert aber erstmals im vergangenen Jahrzehnt wieder gesunken. Von 2002 bis 2012 war er stetig gestiegen: von 16 auf 24 %. Dennoch hat noch immer jeder sechste Mitarbeiter bereits seine „innere Kündigung“ mit sich ausgemacht.

Die Gründe für geringe emotionale Mitarbeiterbindung ließen sich in der Regel auf Defizite bei der Personalführung zurückführen, erklärte der Gallup-Sprecher. Die Mitarbeiter, die sich innerlich verabschiedet haben,

  • fehlen demnach häufiger
  • sie entwickeln so gut wie nie Ideen, wie sich die Arbeitsabläufe und Produkte des Unternehmens verbessern lassen
  • und einige verlassen irgendwann das Unternehmen
  • was zu Verlusten beim Know-how führt
  • und beim Geld

Die Schätzung besagt, dass durch schlecht motivierte Mitarbeiter ein volkswirtschaftlicher Schaden von 98,5 bis 118,4 Milliarden Euro pro Jahr entsteht.

In Deutschland gibt es rund 34 Millionen Erwerbstätige ab 18 Jahren. Nimmt man an, dass von diesen 16 Prozent innerlich gekündigt haben, würde das bedeuten: mehr als 5,44 Millionen Menschen arbeiten nur das Nötigste oder sabotieren gar die eigene Firma. Diese sind zu identifizieren.

Wenn man mit gezielten Maßnahmen im Rahmen des Change Managements bei bestimmten Mitarbeitern nichts erreicht, haben sich die entsprechenden Personen bereits selbst entlarvt. Eine Trennung ist in diesen Fällen die richtige Lösung für beide Seiten.

Bei 23,12 Millionen Erwerbstätigen besteht noch Hoffnung. Diese machen zwar Dienst nach Vorschrift, können aber durch gezielte Maßnahmen zum Mehrwert für jeden Arbeitgeber motiviert werden. Allein bei diesen wird ein professionelles Arbeiten an der inneren Einstellung, wie es z.B. durch Joachim Treckmanns Modell „chang-r“ geboten wird, die notwendigen Effekte bringen. Dieer arbeitet gezielt mit den Mitarbeitern um den Kopf für neue, spannende Themen am Arbeitslatz frei zu machen.

Weitere anzuwendende Methoden sind dennoch unabdingbar:

  • Beteiligung an Optimierungsmaßnahmen
  • erfolgsabhängige Sonderleistungen
  • motivierende Weiterbildungsmaßnahmen
  • Übertragung von Unternehmensverantwortung
  • gezielte Führung durch geschulte und talentierte Führungskräfte
  • etc.

Diese Potentiale sind im Rahmen einer Zukunftsberatung aufzudecken und gezielt durch die Unternehmensleitung zu verfolgen. Weitere Maßnahmen zur Gewährung der Nachhaltigkeit sind selbstredend.

Mitarbeiter  motivieren