Wissenschaftler diskutieren noch, wo die Praxis glaubt, die Antwort zu kennen. Eine Studie zum Erfolg von Unternehmensgründungen mit und ohne Businessplan gibt jetzt eine Antwort mit Belegen: Das Schreiben eines Businessplans macht den Erfolg eines Start-ups wahrscheinlicher.

Das wesentliche Ergebnis der Studie ist folgendes: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen die dauerhafte Lebensfähigkeit erreicht, ist bei Gründungen mit Businessplan um 16% höher als bei ansonsten identischen, nicht planenden Gründungen.

Für die Studie haben die Wissenschaftler auf Daten aus den USA ausgewertet, die durch die Beobachtung von mehr als 1.000 Unternehmensgründern über einen Sechsjahreszeitraum (2005-2011) gesammelt wurden. Sie teilten die Unternehmen in zwei Gruppen ein: diejenigen, die einen Businessplan schrieben und die, die es nicht taten. Bis auf diesen Unterschied waren beide Gruppen statistisch identisch.

Die Untersuchung kommt noch zu weiteren Ergebnissen: Wachstumsorientierte Gründungen arbeiten eher auf Basis eines Businessplans (+7%) als ihre nichtplanende Vergleichsgruppe. Unternehmer, die eine externe Finanzierung suchen, haben eine um 19 % höhere Wahrscheinlichkeit, einen Businessplan zu erstellen.

Nach den Studienergebnissen kann das Schreiben eines Businessplans den Unterschied machen, wenn es darum geht, am Ende erfolgreich zu sein. Pläne unterstützen nachweisbar den Prozess, die Vision eines Unternehmers in konkrete Handlungen zu verwandeln.

Für den Erhalt einer Finanzierung ist aber auch ein Businessplan keine Garantie. In meinem letzten Artikel über Geldgeber habe ich beschrieben, wie schwierig es zur Zeit trotz Businessplan, Entwicklungsdarstellung, Drei-Jahres-Prognose etc. ist, an das für Gründungen so wichtige Geld zu kommen.

Auch Investoren sind derzeit nicht an jeder Strassenecke zu finden. Es bedarf neben allen Theorien zur Gründung und der so wichtigen Finanzierung zwei weitere, wenn nicht sogar grundlegende Dinge:

  • das richtige Timing,
  • das richtige, mit unter homogene Team.