Im Bloomberg Innovation Index 2020 belegt Deutschland den sensationellen ersten Platz. Die USA verliert weiter an Boden und kommt nur auf den neunten Rang. Eine Position weniger wie noch 2019.

Der Innovations Index 2020 zeigt Deutschland an der Spitze. Sogar Südkorea wird vom Thron gestoßen, das zuvor sechs Jahre an der Spitze stand. Die USA hingegen sind um eine Position auf den neunten Rang zurückgefallen. Singapur ist wieder Dritter. Diesen Platz musste der Stadtstaat bereits vor zwei Jahren hergeben.

Das Ranking beleuchtet die Innovationskraft von Volkswirtschaften – ein zentrales Thema bei dem jährlichen Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos vom 21. bis 24. Januar.

Deutschland rangierte im Bloomberg-Index in den drei Kategorien Wertschöpfung in der Fertigung, High-Tech-Dichte und Patentaktivität unter den besten fünf. Südkorea musste den Spitzenplatz aufgrund eines relativen Einbruchs der Produktivität einbüßen. Das Land fiel auf Platz 29 nach Platz 18 im Vorjahr in dieser Kategorie.

„Der verarbeitende Sektor ist immer noch sehr konkurrenzfähig und eine Quelle für Innovation“, sagt Carsten Brzeski, Chef-Ökonom bei ING. „Deutschlands Performance bei derartigen Indikatoren ist nach wie vor stark und viel besser als die jüngste Konjunkturschwäche vermuten lassen würde.“

Aus Sicht von Brzeski gibt es mehrere Gründe, warum sich Deutschland nicht selbstzufrieden zurücklehnen darf. So sei die Innovation im Dienstleistungssektor weniger beeindruckend, und etwa ein Drittel der Ausgaben für Forschung und Entwicklung fielen im Automobilsektor an. Das bedeute, dass „Störungen und eine längere Schwäche dieses Sektors auf Deutschlands innovativer Stärke lasten könnten“, sagte er.

USA und Japan rutschen ab

Deutschlands Stellung als Fertigungsgigant basiert auf der Autoindustrie, aber Bedenken bezüglich Umweltverschmutzung, Handelskonflikten und der schwächeren Entwicklung mehrerer Volkswirtschaften lasten schwer auf die Nachfrage.

Brzeski fügte hinzu, mangelnde Innovation in der Hochschulausbildung in Deutschland sei „zunehmend besorgniserregend“, insbesondere, da die Weltwirtschaft sich mehr in Richtung Dienstleistungen und weg vom Verarbeitenden Gewerbe entwickelt. „Die Bundesregierung wäre gut beraten, den anhaltenden Haushaltsüberschuss zu investieren und Deutschlands Innovations-Rolle zu bewahren.“

Das aktuelle Ranking sieht für die führenden Industrienationen nicht rosig aus. Die USA und Japan verlieren weiter gegenüber den Erstplatzierten. Bei der erstmaligen Veröffentlichung des Bloomberg Index belegten die USA noch Platz eins. Japan rutschte gegenüber dem Vorjahr um drei Ränge auf Platz zwölf ab.

Die USA konnten den Spitzenplatz weltweit immerhin in zwei Kategorien verteidigen: High-Tech-Dichte und Patentaktivität. Von den 20 börsennotierten Unternehmen mit den höchsten Forschungs- und Entwicklungsausgaben im letzten Fiskaljahr kommen die Hälfte aus den USA, angeführt von Amazon, Alphabet und Microsoft. Deutschland lag an zweiter Stelle mit vier Unternehmen: Volkswagen, Daimler, Siemens und Bayer.

China, als die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft, rückte um einen auf Platz 15 vor. Sie verteidigte den zweiten Platz bei der Patentaktivität.

„Innovation ist ein entscheidender Antriebsfaktor für Wachstum und Wohlstand. Chinas Aufstieg in der Rangordnung und der Abstieg der USA verdeutlichen, dass ohne Investitionen in Bildung und Forschung Handelszölle den wirtschaftlichen Vorsprung Amerikas nicht bewahren können“, sagte Bloomberg-Chefökonom Tom Orlik.

Die nächste Welle der Digitalisierung gilt der Industrie. Es geht um eine Transformation, die niemand besser gestalten könnte als die Deutschen.

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