Warum ist bei der Teambildung ein Mentor für Investor und Visionär so wichtig, und warum müssen beide vorher unbedingt eine Persönlichkeitsanalyse durchführen?

Was passiert, wenn Investor und Visionär nicht zusammenpassen?

Die Projekte scheitern!

Was fehlt, damit Menschen Probleme persönlich auf Augenhöhe bearbeiten können?

Ein Mentor!

Das kann ja jeder behaupten, könnte man diesen beiden (für sich alleine) recht plakativen Thesen entgegenwerfen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass durch gezielte Recherche nach dem passenden Gegenstück ein Team aus Investor und Visionär zusammengestellt werden kann, dass sich sehr nahe an den 100% für den Erfolg orientiert.

Meine zweite Behauptung richtet sich an einen Mentor. Auch hier behaupte ich, das Teams, die auf sich alleine gestellt sind, immer wieder an Punkte in der natürlichen Entwicklung kommen, an denen sie nicht weiterfinden. Hier ist es erforderlich mit einem Dritten Probleme, Sichtweisen, Geschehnisse und Aussagen bzw. Geschriebenes völlig neutral zu besprechen. Im besten Fall wird im Anschluss ein Gruppengespräch daraus. Unausgesprochenes erhält die Chance gesagt zu werden.

Beispiele

Ich möchte meine Behauptungen an zwei externen Beispielen erläutern und das ganze an einem selbst erlebten Ereignis untermauern.

Frank Thelen und der Gründer David Schirrmacher (Von Floerke) streiten seit 2014 in den Medien und auch vor Gericht über unternehmerische und persönliche Belange. Zum einen wäre eine Persönlichkeitsanalyse wie mein „InnovationsCheck“ in der Findungsphase nützlich gewesen um zu ermitteln, ob das Team Thelen-Schirrmacher eine Zukunft hat. Zum anderen wäre einem Mentor als Teammitglied frühzeitig aufgefallen, dass es zu Schwierigkeiten kommen könnte.

Das Münchner Startup SONO Motors und seine Erfahrungen machen es noch deutlicher, dass man sich ohne Erfahrung und Hilfe auf die falschen Prinzipien verlässt und denen folgt. Die Gründer standen vor dem AUS, weil zu viel Zeit mit den falschen Investoren verschwendet wurde. Mitgründer Hahn räumte ein, dass Sono Motors vom ursprünglichen Community-Fokus abgekommen war. Man habe den bei Startups üblichen Weg eingeschlagen: „Du gründest, holst Investoren mit rein, blähst das Unternehmen auf, stellst dich als das große Einhorn dar und gehst als Gründer mit einer goldenen Nase raus.“ Diese Strategie sei ein großer Fehler gewesen, einen Komplettverkauf habe man aber nie angestrebt, betonte Hahn.

Dass das Projekt fast gescheitert wäre, begründete Christians (weiterer Mitgrüner) mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft von Sono Motors. Nach mehreren Verhandlungsrunden mit einem großen Investor sei im letzten November (2019) klar geworden, dass das Erstlingswerk, das Solar-Elektroauto Sion, in Europa nicht auf die Straße kommen sollte. Vielmehr sei es um das Abwandern von Patenten gegangen. „Es gab kein Interesse daran, dass Sono fortbesteht“, sagte Christians.

Durch vorherige Analyse der Wünsche und Absichten von Investoren und Visionären lassen sich so viele Verhandlungsrunden sparen. Die Gründer saßen von Anfang an mit den falschen Geldgebern am Tisch. Deren Absicht, die Patente einzustecken und das Projekt scheitern zu lassen war nicht das der Gründer. Ich vermute, bei dem Investor handelte es sich um ein Automobilunternehmen, das einen aufstrebenden Mitkonkurrenten frühzeitig vernichten wollte.

Und nun zu meinen eigenen Erfahrungen. Im Vorfeld der gemeinsamen Gründung ist unbedingt zu erarbeiten wie die gemeinsame Zukunft gestaltet werden soll. Erfolgt das nicht, können hier unüberbrückbare Hürden entstehen. Bei mir war es zum Beispiel der Markt, der mit unserem Produkt beliefert werden soll. Mein Partner war sehr regional, auf den deutschsprachigen Raum fokussiert. Ich dagegen wollte global aktiv werden. Auch hinsichtlich der Kundenkommunikation und verschiedener Marketinginstrumente können die Vorstellung weit auseinander gehen. Nur weil es facebook und Konsorten gibt, heißt das nicht, dass jeder Unternehmer diese Plattformen für sein Produkt nutzen möchte.

Persönliche Belange, die das engste Lebensumfeld betreffen, können ebenfalls zu schwerwiegenden Hindernissen in der Geschäftsführung kommen. Zwischen mir (49 Jahre) und meinem Geschäftspartner liegen über 20 Jahre (er 70). Das hat gravierende Auswirkungen auf die Vorstellung der gemeinsamen Geschäftsentwicklung.

Wenn zwei Menschen am Tisch sitzen und sich nicht im Detail über unterschiedliche Vorstellungen unterhalten führt das zwangsläufig zu Problemen. Ohne externe Hilfe von einem Mentor lassen sich aber auch viele dieser Probleme nicht klären.

Wenn ich im Nachhinein so auf die Geschehnisse schaue und auch meinen Text hier nochmal überfliege, löst das den Gedanken „das hätte man doch merken müssen aus“. Nein, hätte man nicht. Da beide Geschäftspartner im gemeinsamen Sumpf der Firmengründung feststeckten. Wir hätten vorher ganz genau analysieren sollen was wir wollen und passen die Wünsche und Vorstellungen auch zusammen. Haben wir aber nicht. Wir hätten uns gleich zu Anfang einen Mentor ins Team holen sollen, der uns immer wieder den Spiegel vorhält bzw. mit dem man in Einzelgesprächen Probleme zu Sprache bringen kann.

Profitieren Sie von meinen Erfahrungen und machen Sie gemeinsam mit mir die Persönlichkeitsanalyse „InnovationsCheck“ und werden Sie mit dem passenden Partner zu einem Team. Ich begleite Sie in allen Phasen der Unternehmensentwicklung als Mentor. Wie das aussehen kann, können Sie den folgenden Ausführungen über den Weg zum Erfolg entnehmen.